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Gelbkörperschwäche

Informationen von Wunschkinder.net:

Die sogenannte Lutealinsuffizienz ist eine der am häufigsten gestellten Diagnosen bei der Behandlung steriler Paare. Bei Auftreten eines Eisprungs kommt es zu einer ungenügenden Gelbkörperausbildung. Da das Gelbkörperhormon nach dem Eisprung für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos verantwortlich ist und auch zur Erhaltung der Schwangerschaft wichtig ist, kommt es zu einer Einnistung unter schlechten hormonellen Bedingungen und häufig zu einem frühen Abort. Die Symptome, die mit dieser Störung einhergehen, sind ein verkürzter Zyklus (die zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung ist verkürzt) bei regelmäßigem Eisprung. Der Blutspiegel des Gelbkörperhormons in der zweiten Zyklushälfte ist erniedrigt.

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Die Gelbkörperschwäche ist keine eigenständige Erkrankung. Letztlich ist sie regelmäßig die Folge einer unzureichenden Follikelreifung, denn aus dem Eibläschen entsteht nach dem Eisprung ja der Gelbkörper. Als Behandlung ist daher eine Unterstützung der Follikelreifung angezeigt. Die Gabe von Hormonen zur Unterstützung der Eibläschenentwicklung führt zu einer Verbesserung der Gelbkörperfunktion und auch die von den Östrogenen und dem Gelbkörperhormon abhängige Funktion der Gebärmutterschleimhaut wird dadurch unterstützt.

Eine häufig genannte Ursache für die Gelbkörperschwäche ist das sogenannte LUF-Syndrom (=Luteinisierter Unrupturierter Follikel), also ein Follikel, der bei Erreichung der Reife nicht "springt "und die Eizelle nicht freigibt. Das LUF-Syndrom soll häufig in Zusammenhang mit einer ungeklärten Sterilität oder Endometriose bestehen. In großen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, daß es im genannten Risikoklientel in 4,9% der spontanen Zyklen auftreten kann, aber nur bei 9% dieser Frauen wiederholt es sich in einem zweiten Zyklus. Es ist also unwahrscheinlich, daß eine Frau ausschließlich aufgrund eines LUF-Syndroms nicht schwanger wird. Das LUF-Syndrom geht nicht zwangsläfig mit den Symptomen der Gelbkörperschwäche einher, sondern kann durch Zystenbildung den Zyklus sogar verlängern

Hormonelle Störungen wie erhöhte männliche Hormone, Prolaktinspiegel oder Schilddrüsenstörungen können den Eisprung völlig unterdrücken. Oft resultiert aber "nur" eine Eizellreifungsstörung, die zu einer Gelbkörperschwäche führt.

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