"Was treibt jemanden dazu, von sich selbst einen Klon haben zu wollen?"
Diese Frage stellen sich sogar Reproduktionsbiologen und –mediziner, die sich eigentlich selbst diese Antwort geben müssten. Dabei ist die Antwort dieselbe wie auf die Frage hin, warum wir Kinder haben wollen.
Alleinstehende Frauen werden diese Technik am ehesten nutzen, da sie ihre eigenen Eizellen verwenden können, während Männer auf eine Eizellspende, die in Deutschland ebenfalls verboten ist, zurückgreifen müssten. Interessant wäre reproduktives Klonen für homosexuelle Paare, denen die herkömmliche Reproduktionsmedizin in Deutschland nichts nützt.
Technorati Tags: Kinderwunsch, Klonen
Bei lesbischen Paaren bestünde sogar die Möglichkeit, zwei Embryonen, je einer von beiden Frauen, zu erzeugen und diese zu einer sogenannten Chimäre verschmelzen zu lassen. Das Kind, was dabei entstünde, besäße zu je 50% das Erbgut beider Frauen.
Bei homosexuellen männlichen Paaren ist dies prinzipiell ebenfalls möglich, jedoch abermals von einer Eizellspende abhängig. Klongegnern muss dieser Vorgang als noch größere Perversion vorkommen. Ihnen sei aber erwidert, dass die Adoption die Reproduktionsmedizin niemals ganz ersetzen wird, da der Wunsch nach einem eigenen Kind tief in uns verwurzelt ist, ja sogar der ureigenste Antrieb unseres Daseins ist.
Es handelt sich um Betroffene nicht um narzisstische Persönlichkeiten wie stereotype 60-jährige Millionäre und Eltern, die um ihr verstorbenes einziges Kind trauern. Sie handeln zumindest nicht weniger narzisstisch als Eltern, die ein Kind als "Ausdruck gegenseitiger Zuneigung" bekommen möchten, oder einfach die Familienplanung vergessen. Es gibt ein Recht auf Reproduktionsfreiheit für jeden Menschen!
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