Italiens Gesundheitsminister: Embryonen zur Adoption freigeben
MAILAND. Italiens Gesundheitsminister Francesco Storace denkt darüber nach, tiefgefrorene Embryonen zur Adoption freizugeben. Es handele sich um rund 400 so genannte überzählige Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" vom 9. Januar.
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"Embryonen müssen als menschliche Lebewesen betrachtet werden", betonte der Minister. Wenn man sie für kinderlose Paare zur Adoption freigäbe, würde dies "bereits bestehendes Leben schützen". Laut Bericht prüft Storaces Ministerium mehrere Optionen, darunter auch eine mögliche Adoption.
Das strenge italienische Biomedizingesetz sieht vor, dass bei einer künstlichen Befruchtung nicht mehr als drei Embryonen hergestellt werden dürfen. Die Präimplantationsdiagnostik ist verboten. Die künstliche Befruchtung von Frauen, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen oder allein stehend leben oder über 50 Jahre alt sind, ist ebenso untersagt wie die Verwendung künstlich gezeugter Embryonen für die Forschung. /kna
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