Petition für die vollständige Übernahme der Kosten für die künstliche Befruchtung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Bitte alle mitmachen: http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=65
Die Petentin begehrt die vollständige Übernahme der Kosten für die künstliche Befruchtung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
In Deutschland ist ca. jedes 4 Paar gemäß der aktuellen Statistiken gemäß nach WHO-Definition als steril anzusehen. Das Grundgesetz schützt in Art. 6 I Ehe und Familie besonders. Es kann nicht hinzunehmen sein, dass in Zeiten des Geburtenrückgangs Paare mit Kinderwunsch besondere finanzielle Last auf sich laden müssen, um Kinder zu zeugen, die für den Fortbestand der Bundesrepublik und ihres Sozialsystems so dringend notwendig sind.
Darüber hinaus ist es erwiesenermaßen so, dass die WHO erklärt, dass ein Paar nach einem Jahr erfolgloser Zeugungsversuche als steril anzusehen ist. Weitere diagnostische Maßnahmen klären die Ursache. Meines Erachtens ist in der eingeschränkten Zeugungsunfähigkeit ein Krankheitsbild zu sehen.
Im Interesse der Allgemeinheit kann es nicht sein, legale Schwangerschaftsabbrüche als Anspruch der Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung zu gewähren, wobei auch soziale Indikationen zu einer legalen Abtreibung führen können. Ebenso wie in diesem Fall, ist eine Regelung einer sozialen Indikation in Bezug auch den Anspruch auf künstliche Befruchtung in o. g. Paragraphen auszunehmen.
Darüber hinaus ist die Sterilität als Krankheitsbild anzuerkennen und zu prüfen.
Weiterhin ist zu prüfen, ob es vor dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes eine Einschränkung nur auf verheiratete Paare geben darf, wird doch u. a. im Bezug auf Leistungen wie z. B. "Hartz IV" eine eheähnliche Gemeinschaft als ausreichend erachtet. In diesem Zusammenhang ist dann jedoch auch das Embryonenschutzgesetz dahingehend zu ändern.
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Kommentare
Hallo auch ich bin dafür das die Kosten der künstlichen Befruchtung vollständig von den Krankenkassen übernommen werden sollten ,unter anderen auch die sie sich auf Anraten von einer Ärztin sterilisieren lassen hatten und danach von anderen Ärzten gesagt bekommen haben das es quatsch war, denn wir haben dadurch leider Pech und müssen alles bezahlen und die Krankenkasse übernimmt nicht einen cent für uns und wir leben unterm Existenzminimum und haben es trotzdem geschafft zur so einer Behandlung zu kommen, aber das Glück haben andere nicht, mit HarztIV völlig unmöglich!!!
Ob es klappt und wir schwanger werden wissen wir natürlich nicht! Deutschland will mehr Kinder und stellt uns aber auch immer mehr die Beine und macht es so unmöglich für die ärmsten der armen. Sollen nur noch die Kinder haben dürfen die kein HartzIV bekommen?? Schön und was sind denn die Menschen denn überhaupt noch wert für euch, gut genug zum wählen aber sonst nicht zu gebrauchen!!! Da muss sich der Staat nicht wundern wenn hier fast keiner mehr wählen geht. Ich lebe in Mecklenburg Vorpommern und ich sag Ihnen eins, wir sind nicht zweite Klasse auch wenn wir oft so behandelt werden, denn wir möchten sehr gerne arbeiten zum normalen Lohn, damit unsere Familien davon leben können und nicht immer nur für 1 euro und dann wieder weg mit den Leuten denn es kommen ja neue und dann nur für 400 euro, wie soll man davon eine Familie ernähren????? Seien Sie doch mal ehrlich Sie würden doch auch nicht mit 120 euro oder 400 euro eine Familie mit 4 Personen ernähren können, oder??? Oder von dem bisschen HartzIV, das wir bekommen, das ist doch zum leben viel zu wenig und zum sterben reichts leider nicht mal fürne Urne. So ist es nun mal, wundern sie sich nicht wenn so viele Deutsche auswandern und nie wieder kommen, denn irgentwas läuft hier grade ganz verkehrt, denken Sie mal darüber nach und ändern Sie das mal! MFG Beate Ludwig
Autor: Beate Ludwig | 27.04.07 19:14
Hallo, ich sehe das genauso wie mein Vorredner. Ich, bin unter Zwang sterilisiert worden. Mein Ex-partner drohte mir, mir meine Kinder wegzunehmen wenn ich dieses nicht täte. Also nach der Geburt meiner kleinen tat ich es, um meine Kinder nicht zu verlieren. Das war 2002 im September. Zu Weinachten 2004 holte mich mein jetziger Partner aus der Hölle. Ich danke Ihm und Liebe Ihn dafür. Nun, da es ja auf meinen Wunsch war, wird nichts von den Krankenkassen übernommen. Wir haben schon einige Anträge gestellt und haben nur Ablehnungen bekommen. Wir können uns leider keine künstliche Befruchtung leisten, ich bin zwar berufstätig, aber den Lohn, den ich bekomme reicht gerade mal so zum Leben. Wenn wir könnten, wären wir hier, aus diesem Deutschland schon weg, denn wie schon gesagt, zum Leben zu wenig und zum sterben reicht es auch nicht.
Hier in Deutschland, läuft einfach nur alles schief, was nur schief gehen kann. Wir als Deutsche sind doch nichts mehr wert. Wir sehen es doch nun schon wieder, alles wird teurer, doch nur wo bleibt die Erhöhung der Löhne oder der Amtszahlung? Also vegetiert man so vor sich hin. Irgendwie überlebt man.
Autor: Mandy K. | 27.10.07 23:48
Mein Mann und ich versuchen seit etwas 18 Monaten, durch künstliche Befruchtung ein Kind zu zeugen. Auf Grund eines Gendefektes ist mein Mann leider gänzlich zeugungsunfähig. Dadurch sind wir auf eine Spendersamenbehandlung angewiesen. Dadurch wird uns auf gesetzlicher Grundlage nicht einmal teilweise Bezuschussung gewährt. Das die Mehrkosten für die Samenbank zu unseren Lasten gehen ist verständlich. Uns fehlt allerdings eine logische Erklärung dafür, warum für die gleichen Medikamente und die gleichen Behandlungsabläufe keinerlei Erstattung möglich ist. Manchmal fühle ich mich als "Mensch 2. Klasse" behandelt. Dabei leiden wir unter unserer Kinderlosigkeit auch so schon genug.
Unser Land braucht Kinder und inzwischen wird sogar am Betreuungsangebot gebastelt und gefeilt, aber finanzielle Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch ist natürlich zu viel verlangt.
Autor: Ina Köhler | 15.11.07 14:43
Hallo,
gerade lese ich, dass die Länder Thüringen, Sachsen, Hessen und das Saarland im Juli 2008 im Bundesrat einen Vorstoß zur Rücknahme der seit 2004 geltenden Einschränkungen gewagt haben. Soweit ich weiß, ist dieser Vorstoß nach der Sommerpause bereits abgelehnt worden, da die Entschließung nur empfehlenden Charakter hatte.
Jetzt ist es Zeit, seinem Abgeordneten einen Brief zu schreiben, um den lieben Politikern mal Druck zu machen. Natürlich kostet die Kinderwunschbehandlung überdurchschnittlich viel Geld - allerdings sind die negativen volkswirtschaftlichen Folgen, den die sinkende Geburtenquote des durch den 2004 gefassten Beschlusses, dass die Kassen nur noch eingeschränkt zahlen, doch bei weitem höher!
Der Link mit der Petition oben funktioniert nicht mehr. Gibt es mittlerweile eine anderweitige Initiative in diese Richtung? Danke!
Autor: Sandra Gärtner | 06.10.08 12:10