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Infertilität: Liste von 348 Verdächtigen ermittelt

Wissenschaftlern des University of Texas (UT) Southwestern Medical Center haben 348 Gene identifiziert, die in Bezug zur weiblichen Fertilität stehen. Damit liefern die Forscher nach eigenen Angaben einen großen Beitrag zum bisher wenig verstandenen Gebiet der Infertilität (Genetics 2007; 177: 179–194).

Etwa 13 Prozent der Frauen leiden unter Infertilität. Häufigste Ursache ist eine ovarielle Dysfunktion. Wissenschaftler vermuten dahinter genetische Ursachen. Der Entwicklungsprozess der Ovarien bei Säugetieren sei ebenfalls noch nicht komplett erforscht, insbesondere die Aktivierung der primordialen Follikel. Die Forscher der UT Southwestern untersuchten das Gen FOXO3, das die Follikelaktivierung kontrolliert. Sie forschten dabei an Mäusen, deren Biologie der Ovarien der menschlichen sehr ähnele.

Die Wissenschaftler erzeugten einen Mangel an FOXO3 bei weiblichen Mäusen. In der Folge konnten sie 348 Gene identifizieren, die in den Ovarien aktiv sind, jedoch nicht in anderen Geweben. Dies deuten die Wissenschaftler als ein Indiz dafür, dass diese Gene spezifisch mit dem Follikelwachstum verbunden sind. Einige der Gene waren bereits dafür bekannt, eine Rolle bei Infertilität zu spielen, was den Wissenschaftlern bei der Validation ihrer Ergebnisse half. Auf die meisten traf dies nach Angaben von Diego Castrillon, Seniorautor der Studie, aber nicht zu.

„Diese Studie bietet uns den Anfang des Weges zum Verständnis der Ursachen weiblicher Infertilität“, führte Castrillon aus. „Sie liefert uns eine komplette Liste von Genkandidaten, die es zu untersuchen gilt. Davor wussten wir nicht einmal, wonach wir suchen müssen.“ © hil/aerzteblatt.de

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