Höhere Kosten verursachen Rückgang künstlicher Befruchtungen
Die Zahl der künstlichen Befruchtungen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse berichtet, gab es 2005 nur noch 32.000 künstliche Befruchtungen. 2002 seien es dagegen noch 73.400 gewesen.
Institutsleiterin Eva Susanne Dietrich nannte als entscheidenden Grund für den Rückgang die Leistungskürzungen durch die Gesundheitsreform 2004. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit der Reform nicht mehr die gesamten Behandlungskosten für künstliche Befruchtungen, sondern nur noch die Hälfte. Die andere Hälfte müssen die Versicherten aus eigener Tasche zahlen.
„Die stärkere finanzielle Belastung der Paare ist für schätzungsweise 20 Prozent des Geburtenrückgangs in Deutschland verantwortlich“, sagte Dietrich. Das seien 6.400 Kinder weniger. © afp/aerzteblatt.de
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