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Niederlande: Regierung prüft Selektionsverbot bei künstlichen Befruchtungen

Das niederländische Gesundheitsministerium prüft offenbar die teilweise Wiederaufnahme genetischer Selektionen bei künstlichen Befruchtungen. Das derzeit bestehende Verbot solle gelockert werden, um Embryos auf Veranlagung für eine vererbbare Form von Brustkrebs untersuchen zu können, sagte die zuständige Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Jet Bussemaker, am Montagabend im niederländischen Fernsehen. Dabei gehe es um ein „sehr gravierendes Gen“, so die Sozialdemokratin: „Das will man seinem Kind ja nicht mitgeben, wenn man es auf die Welt bringt.“

Unter ihrer christdemokratischen Amtsvorgängerin Clemence Ross war im Mai 2006 Forschung an Embryonen nach künstlicher Befruchtung verboten worden. Das Medizinische Zentrum in Maastricht hatte damals entsprechende Aktivitäten eingestellt. In der Anfang 2007 neu gebildeten Koalitionsregierung von Christdemokraten (CDA), Sozialdemokraten (PvdA) und Christen-Union (CU) gibt es in dieser Frage laut Medienberichten unterschiedliche Auffassungen. © kna/aerzteblatt.de

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